Snowkite-Weblog: Air&Kite
Weltmeister Oliver Palmers berichtet auf mm über Champagner-PoWow in den Karpaten und wie man ein Duell gegen einen Betonpfeiler gewinnt.
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Snowkite-Weltmeister Oliver Panny im Luftraum von Rumänien.
Wenn du braun und grau magst, dann ist Rumänien das Land für dich. Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging als ich im Landeanflug auf einen kleinen Flughafen in Bukarest das Land unter mir vorbeiziehen sah: riesige, typisch kommunistische Beton-Platten-Bauten und Schwerindustrieanlagen soweit das Auge reicht.
Die Einreise nach Rumänien ist nicht leicht. Letztes Jahr baten mich zwei schwer bewaffnete Polizisten ins Séparée weil sie glaubten, dass mein Pass gefälscht war. Nach ewigen Diskussionen und zwei weiteren Lichtbildausweisen konnte ich die netten Beamten dann doch überzeugen, dass mein Pass nicht gefälscht sondern lediglich schon ein paar Mal mit gewaschen worden war. Gott sei Dank gab es diesmal keine Probleme, da ich mir vor der Abreise extra einen neuen Pass ausstellen lies. Leider gab es keinen Flug mehr zum Hauptflughafen in Bukarest deshalb bin ich auf einem kleinen Privatflughafen etwas außerhalb gelandet. Also musste ich ein Taxi organisieren um zum Otopeni Flughafen zu kommen und dort den Fotografen Stefan Kuback abzuholen. Das Problem war nur, dass der Taxifahrer versucht hat mich abzuzocken und 60 Euro für grade mal 5 Kilometer von mir wollte. Ich hab ihm dann aber klar machen können, dass das so nicht geht und wir haben uns auf 15 Euro geeinigt.
Cultural-Clash in Rumänien
Nachdem Stefan gelandet war, wartete auf uns am Ausgang wie abgesprochen ein Freund des Veranstalters Adrian, der uns zum Air&Kite Festival nach Sinaia fahren sollte, das größte Luftsportfestival in Rumänien. Nikolai war selbst Airline Pilot (er kam gerade aus Malaga ganz straight in Uniform!) und seit einigen Jahren passionierter Paragleiter. Froh darüber, dass wir gleich einen professionellen Guide an unserer Seite hatten, der uns am Flughafen die ganzen betrügerischen Taxifahrer und andere Abzocker in Addidas Jogging Hosen abwimmelte, stiegen wir in Nikolai`s geländetauglichen Pimp Range Rover.
Eine Eigenschaft, die auf rumänischen Straßen über Leben und Tod entscheidet: riesige Schlaglöcher, streunende Hunde und Kinder mitten auf der Fahrbahn, alle 100 Meter ein Auto mit Panne und das alles auf einer Straße die Autobahn, Landstraße und Ortsstraße mit 30er Beschränkung in einem ist. Unzählige Ölraffinerien , Plattenbausiedlungen und Kraftwerke zogen an uns vorüber während uns Nikolai erklärte, dass Rumänien im Zweiten Weltkrieg das Land mit den größten Ölvorkommen war - daher die vielen Raffinerien. Er erzählte uns auch, dass die Kommunisten alles mit ihren Betonbauten verschandelt haben. Sie rissen ganze Siedlungen nieder und bauten die Wohnungssilos… Als wir nach eineinhalb Stunden Fahrt ankamen wurden unsere Erwartungen in Grund und Boden gestampft: Vor uns erstreckte sich der riesige Gebirgsrücken der Kaparten, mit feinstem Powder, klarem Nachthimmel und der Vollmond lies alles in einem surrealen Licht erscheinen.
Auf Seite zwei erfahrt ihr mehr über den Powder in Rumänien und den Höllen Ritt am Ski Doo.
Kite-Trip durch Rumänien
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