Austro-Heroes: Flo Örley
Die Freeride World Tour harrt in den Startlöchern. Flo Örley, Österreichs Aushängeschild in Sachen kompromisslosem Freeriding, ist natürlich wieder mit von der Partie. mm stellt euch den sympathischen Tiroler vor. 

Je steiler der Hang, umso besser für Örley.
22. März, 2000. Der Innsbrucker Flo Örley steht an der Spitze eines 55 Grad steilen Faces in Verbier. Vor ihm lauern 20 Meter hohe Felsbänder, jeder Fehler kann ein tödliches Ende nehmen. Das Adrenalin jagt dem heute 33-Jährigen durch den Körper. Er weiß, er muss jetzt 200 Prozent geben und droppt in den Hang rein…
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Drei Minuten später ist Örley heil unten angekommen, um ein paar tausend Dollar reicher und hat mit dem zweiten Platz beim Red Bull Verbier Xtreme sein Hobby zum Beruf gemacht. Im Gegensatz zu vielen anderen heimischen Stars der Snowboard-Zunft fühlt er sich von Anfang an vom Freeriden magisch angezogen. „Das stundenlange Herumsitzen vor den Kickern ist einfach nichts für mich“, so Örley, „das Freeriden hat mir von der ersten Minute an viel mehr gegeben. Das Spielen mit der Natur und den Bedingungen, seine eigenen Grenzen ausloten und all das mit seinen Freunden teilen. Das macht für mich Snowboarden aus.“
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Wie gut Örley bei der Ausübung seiner Leidenschaft ist, zeigt ein Blick auf das Endklassement der Freeride World Tour, die im letzten Winter ihre Premiere feierte. Der studierte Sportwissenschaftler (Diplomarbeitsthema: „Motive für die Ausübung von Risikosport am Beispiel des Extremsnowboardens“) entscheidet den Event im russischen Sochi für sich und landet in der Endabrechnung auf dem dritten Platz. „Die Tour ist eine super Sache für uns. Sie ist sehr professionell organisiert und wir Rider kommen auch sehr gut miteinander aus“, erklärt Örley.
Wer denkt, dass Örley im Sommer Däumchen drehend in der Gegend herumsitzt und nicht weiß, was er mit seiner Zeit anfangen soll, der irrt gewaltig. Nutzte der Globetrotter (Costa Rica, San Salvador, Mexiko, USA, Australien, Indonesien uvm.) die in unseren Breitengraden „schneelose“ Zeit früher zum Surfen, so geht er heute seiner zweiten großen Leidenschaft, dem Drachenfliegen, nach. „Das Gefühl, wenn man 3000 Meter über dem Boden in der Luft segelt, ist einfach unbeschreiblich. Das sollte jeder einmal ausprobieren“, kommt Örley sofort ins Schwärmen. Das Fliegen hat es dem Tiroler sowieso schwer angetan. Denn falls ihm neben dem Snowboarden und Drachenfliegen noch etwas Zeit bleibt, dann frönt Örley einem weiteren, nicht minder spektakulären Hobby: dem BASE-Jumpen.
Flo Orley
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