Austro-Heroes: Albert Leichtfried
Albert Leichtfried liebt das Wasser. Vor allem der gefrorene Zustand hat es ihm angetan. Wenn der 32-Jährige in den Bergen auf eine Eiswand trifft, dann ist er nicht mehr zu halten...
"Die richtige Vorbereitung ist beim Eisklettern der Schlüssel zum Erfolg."
Vor 14 Jahren kam Leichtfried das erste Mal mit dem Klettersport in Berührung. Bis dahin galt seine große Leidenschaft dem Skifahren, wo er es sogar bis in die Junioren-Nationalmannschaft geschafft hatte. „Ich habe sofort bemerkt, dass das Klettern mein Sport ist“, erinnert sich der gebürtige Niederösterreicher und jetzige Wahltiroler zurück. „Beim Klettern wird sehr viel von dir gefordert. Der ganze Körper wird trainiert und auch die psychische Komponente ist auf keinen Fall zu vernachlässigen.“
Bereits bei seinen ersten Kletterversuchen kam Leichtfried mit dem Eisklettern in Berührung. „Ich habe gleich gemerkt, dass mir das Klettern im Eis besonders liegt“, erklärt er. Laut eigenen Angaben betreibt der „Drum and Bass“-Fan das „normale“ Klettern und das Eisklettern heute mit gleicher Intensität. Richtig in Fahrt kommt Leichtfried aber immer von November bis März, wenn die Witterungen in unseren Breitengraden das Eisklettern zulassen.
Dabei bieten die Alpen die ideale Spielwiese für den Gletscherforscher. Immer wieder entdeckt er auf seinen Streifzügen neue Routen zum Eisklettern. Erst vor kurzem wurde Leichtfried am Brennerpass fündig und nahm mit der „Psycho Edelweiss“ und der „Wipptaler Halbgefrorenes“ zwei neue Touren erfolgreich in Angriff.
Leichtfried beschränkt sich aber keineswegs auf die heimischen Berge. Egal ob im hohen Norden, genauer gesagt in Island oder im Land des Lächelns, Japan, der ausgebildete Berg- und Skiführer bekam schon Eis aus den verschiedensten Ländern unter den Pickel. Vor allem der Trip nach Japan lässt ihn noch heute ins Schwärmen kommen. „In einem so schrägen und fremden Land nach Routen zum Eisklettern zu suchen, ohne ein Wort Japanisch zu sprechen, war schon ein ganz spezielles Abenteuer“, so Leichtfried.
Das Geheimnis seines Erfolges liegt für Leichtfried in der Sorgfältigkeit der Vorbereitungen. „Du musst dir eine genaue Strategie überlegen und die Eisverhältnisse genau unter die Lupe nehmen. Ein Fehler und bist weg. Deshalb habe ich normalerweise keine Angst vor einem Klettergang, Respekt ist da schon eher das richtige Wort“, so Leichtfried.
Eiskletter-Ass Albert Leichtfried im mm-Wordrap – Hier klicken!
Viel Spaß beim Video zu Leichtfried´s Japan-Abenteuer!
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