27. Nov 2007, von Hans Harich
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Die Sekunden sind endlos

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Cederic Dumont ist B.A.S.E.-Jumper aus Passion. 1992 wurde zu einem "Airborn" und lebt für den Adrenalin-Rush - mm hat das Interview. Plus English Version.

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"Der Geist muss völlig frei sein."

massivemoves.com: Was war der beängstigendste Moment in deiner sportliche Karriere?
Cederic Dumont: „ Jeder Sprung kann in einer gewissen Art und Weise beängstigend sein. Es klingt vielleicht für manchen ein wenig langweilig, aber einen richtig extrem scary Moment hatte ich nie.
Richtig nervös war ich, als ich mich zum Flug vom JinMao Tower in Shanghai mit meinem Wingsuit (ein Anzug mit dem man länger in der Luft bleiben kann, Anm. Red.) fertig machte. Es war mitten in der Nacht, an derartige Momente erinnert man sich das ganze Leben.“

Wie hast du mit dem B.A.S.E.-Jumpen begonnen und warum?
„Ich war schon immer mit Action-Sportarten wie Skaten, Snowboarden und Surfen verbunden. Die ersten Szenen vom B.A.S.E.-Jumpen sah ich in einem Film, der „Pushing the Limits“ hieß, das war 1986. Ich dachte mir, das muss ich einfach machen. Der nächste Schritt war dann, dass ich Skydiven lernte. Damit fing ich 1992 an, aber schon damals war mein Ziel das B.A.S.E.-Jumpen. Für mich ist es die purste Form des Fliegens und ist der perfekte Mix aus Gefahr, Geschwindigkeit und Freiheit. In Bewegung bleiben und die Wirkung des Adrenalins sind Gefühle, die ich auch heute noch brauche.“

Was macht einen Spot für dich besonders?
„Die Location an sich, die Gefahren im Umfeld und die technische Seite eines Sprungs.“

Was kann einen Sprung unmöglich machen?
„Schlechte Verhältnisse wie zum Beispiel zu viel Wind, dazu noch keine passende Landemöglichkeit und wenn die Absprunghöhe nicht passt.“

In der Theorie schaut das B.A.S.E.-Jumpen ja relative leicht aus: Springen, Reißleine ziehen und fertig – aber was macht es jetzt so hart?
„Es ist ein sehr mentale Angelegenheit, ich nenne es Gedankenspiel. Du musst zu 100 Prozent fokussiert sein und deinen Kopf von negativen Gedanken befreien. Die Gefahr ist in allen Phasen präsent. Wissen was zu tun ist und schnell reagieren machen das Ganze sehr schwierig.
Von einem Object mit Null Geschwindigkeit weg zu fliegen und den Körper in der Luft bei einer unglaublichen Geschwindigkeit zu stabilisieren machen das B.A.S.E.-Jumpen auch sehr technisch, vor allem wenn du mit einenm Wingsuit fliegst. Aber auch das alleinige Springen ist sehr anspruchsvoll.“

Was geht dir vor einem heiklen Sprung durch den Kopf?
„Nichts, der Geist muss völlig frei sein. Wenn man zu viel nachdenkt macht man einen Schritt zurück und wenn ich mich entschlossen habe zu springen gibt es keine Umkehr.“

Wie würdest du die Sekunden des Fliegens für einen Nicht-B.A.S.E.-Jumper beschreiben?
„Die Sekunden scheinen endlos, die Zeit ist vollkommen verzerrt und wie wenn man in einer Seifenblase ist. Jeder Sinn ist voll geschärft.“

Wie wichtig ist der Adrenalin-Kick für dich?
„Sehr wichtig, vermutlich der Hauptgrund warum ich das B.A.S.E.-Jumpen so sehr mag.“

Wie bereitest du dich auf einen großen und gefährlichen Sprung vor?
„In der Nacht gut schlafen und den Kopf frei machen ist vor einem Projekt sehr wichtig.“

Was sind deine nächsten Projekte?
„Meine nächsten Projekte sind…Top Secret.“

Best of B.A.S.E.-Jumping

 
 
 

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