18. Aug 2008, von Barbara Mayer
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Vanessa Torres: "Haha“

Vanessa Torres gehört zu den besten Skateboarderinnen der Welt, bei ihren ersten X-Games räumte sie gleich Gold ab. "Haha" ist ihr Lieblingswort. Im Interview mit mm plaudert sie über das Erwachsenwerden, das Überschreiten von Grenzen und Vögel...

Bryce Kanights/Shazamm/ESPN Images

massivemoves.com: Gab es in deiner Karriere jemals eine Situation oder einen Moment, wo du dachtest ‚Warum sollte ich das tun’?
Vanessa Torres: „Eigentlich ja, erst vor kurzem. Aber da spielte noch eine Menge persönliche Scheiße mit, die ich gerade durchmachte. Gott sei Dank habe ich realisiert, dass Skateboarden genau das ist, was ich tun will. Es hat mich auch mal wieder aus einer harten Zeit in meinem Leben rausgezogen.“

Träumst du von neuen Tricks?
„Natürlich! Wer tut das nicht? Traumskaten hat keine Grenzen.“

Wie wichtig ist dir Skateboarden heute? Hat sich über die Jahre irgendetwas verändert?
„Naja, ich bin ein großes Stück erwachsener geworden. Aber das verrückte daran ist, dass es mir so vorkommt, ich skate als wäre ich wieder 15. Meine Fortschritte sind das Beste daran. Ich war die letzten Jahre eher gleichgültig was mein Skaten angeht. Aber dieses letzte Jahr war wirklich gut für mich und mein Skaten.“

Was war der bedeutendste Moment in deinem Leben oder deiner Karriere?
„Als ich ein Pro Model Board von Element bekam. Das erste Mal auf Tour zu gehen, mit einigen der feinste Shredder im Skateboarden. Diese beiden, und als ich realisierte, dass ich es an die Spitze geschafft habe und es von jetzt an nur noch besser werden kann.“

Wie wichtig waren die X-Games für deine Karriere?
„Naja, das erste Jahr, in dem ein Skateboard Street Event stattfand, gewann ich Gold. Und das ist nie schlecht für deine Karriere. Es ist ein riesiger Event. Nicht nur deine momentanen Sponsoren sind dabei, sondern auch potentielle Sponsoren. Jeder weiß, was die X-Games sind, sogar die Leute, die keine Ahnung haben, worum es beim Skateboarden eigentlich geht.“

Wie ist die Atmosphäre bei den All-Girls-Contests bei den X-Games?
„Heftig! Speziell, weil das Preisgeld mittlerweile so hoch ist. Aber alles in allem habe ich bei den X-Games die beste Zeit, weil man so weit über seine Limits gepusht wird und Tricks macht, die man nie vorher versucht hat. Das bringt Frauen-Skateboarden einfach viel weiter. Die Mädels heutzutage tun Dinge einfach, ohne viel nachzudenken. Und es beeindruckt mich einfach immer, mir diesen ganzen Event zu geben.“

Findest du es komisch, dass die U.S. Navy die X-Games sponsert?
„Ähm… ja! Ich hatte eigentlich keine Ahnung, dass sie die X-Games sponsern. Haha. Kann mir bitte jemand sagen, was es den Ridern bringt, wenn die Navy die X-Games sponsert?“

Sind für dich die X-Games oder die AST Dew Tour wichtiger?
X-Games. Also um ehrlich zu sein, haben sie bei der AST Tour keine Womens Division. Oder warte, ist das S3 Supergirl Jam Teil der AST Tour? Auch wenn es so ist, ich bleibe trotzdem bei den X-Games.“

Was sagst du dazu, dass Skateboarden 2012 olympisch wird?
„Pffft! Ich weiß überhaupt nicht, was ich sagen soll. Stell mir diese Frage wieder 2012. Haha.”

Was war deine schlimmste Verletzung?
„Ich war bisher ziemlich gesegnet, weil ich mir in neun Jahren auf den Rollen noch nie etwas gebrochen habe. Ich habe natürlich die klassischen Probleme mit den Knöcheln und mit meinem Kreuz. Aber abgesehen davon gibt es nichts, was ich nicht handlen kann.“

Wie fühlt es sich an, wenn du während einem Run einen ‘Flow’ hast? Was geht dann in deinem Kopf vor?
„Wenn ich in diese mentale Zone komme, denke ich über gar nichts nach und probiere jeden Trick und stompe ihn. Da gibt es wirklich keinen Platz in meinem Kopf für Bullshit und Zögern. Ich bin in ‚straight hammer mode’. Haha.“

Wenn du ein Tier sein könntest, was würdest du sein?
„Jede Art von Habicht oder Eule. Ich könnte ohne Sorgen durch die Welt cruisen. Auf schicken Terrassen rumhängen. Nachtsicht einschalten. Ich weiß nicht, idie Liste könnte weiter und weiter gehen.“

Wie reagierst du, wenn dich Leute kritisieren?
„Hmmm... Eigentlich regiere ich gar nicht, weil die meiste Zeit, wenn mich jemand kritisiert, hat er keine Ahnung wer ich bin und wahrscheinlich hat er mich noch nie getroffen. Also mach weiter mit deiner schlechten Seite. Niemanden kümmert es. Und danke für das nette Lächeln.“

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