28. Dez 2009, von Armin Walcher
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Windsurfer im Talk

Armin Walcher traf die Legende Björn Dunkerbeck zum Interview auf Sylt.

RayDemski.com/Red Bull Photofiles
Windsurf-Legende und Titel-Rekordhalter Björn Dunkerbeck.

Armin Walcher: Hi Björn, wie geht’s dir?
Björn Dunkerbeck: „Großartig, danke.“

Wie war die heurige PWA Saison für dich?
„Ziemlich gut, wir hatten dieses Jahr bei allen Contests Wind. Ich habe auf Sylt den zweiten Platz geholt. Das letzte Slalomfinale auf Sylt zu gewinnen ist eine ziemlich starke Motivation für nächstes Jahr. Das Gesamtranking der World Tour habe ich auf Platz drei abgeschlossen.“

Was hast du dir für den Event auf Sylt erwartet?
„Mein Plan war den Event auf Sylt zu gewinnen, aber ich habe den zweiten Platz geholt. Wir hatten ziemlich guten Wind für alle drei Disziplinen Slalom, Wave und Freestyle.“

Sylt ist ein sehr besonderer Ort – was macht ihn so gut fürs Windsurfen?
“Sylt ist großartig, es herrschen harte und schwierige Windsurf-Bedingungen, kaltes Wetter und jede Menge Wind. Während der Eventwoche sind mehr als 100.000 Zuschauer hier, deshalb ist es perfekt für unseren Sport und für unsere Motivation.“

Wie hat sich das Windsurfen deiner Meinung nach in den letzten Jahren verändert und wo siehst du die Zukunft des Sports?
„Ich denke, dass es einfacher geworden ist, Windsurfen zu lernen. Das neue Equipment ermöglicht es, sich den Sport in ein paar Stunden anzueignen. Ein weiterer Erfolg für den Sport ist SUP (Stand Up Paddle). SUP ist großartig um die Menschen zurück aufs Board zu holen, weil sie die Möglichkeit haben, ohne Wind im Wasser zu „spielen“ – und es ist ein Spaß für die ganze Familie.

Im Weltcup gibt es heute mehr Spezialisten in jeder Disziplin. Früher (Mitte der Achtziger bis Mitte der Neunziger) waren wir vor allem Alrounder und jeder versuchte, Wettbewerbe in mehreren Disziplinen zu fahren.“

Du und Robby Naish seid Legenden im Windsurfen. Wer von den jungen Talenten hat das Zeug dazu, ein Champion zu werden?
„Ich finde, heute gibt es viel mehr Talente in allen Disziplinen, es wird also spannend wer der nächste große Name sein wird! Um eine Legende zu werden, muss man aber über viele Jahre an der Spitze bleiben – ein oder zwei Contests zu gewinnen, ist nicht genug.“

Denkst du, wird irgendjemand den Sport wieder so dominieren, wie du es in den 80ern und 90ern getan hast?
„Nein, ich glaube nicht – aber ich hoffe, ich liege falsch! “

Stimmt es, dass du den Rekord hältst als Sportler mit den meisten Weltmeistertiteln? Wie viele hast du gewonnen?
„Ich glaube schon, zumindest wurde mir das gesagt. Ich wurde zwölf Mal hintereinander Weltmeister von 1988 bis 1999. Ich hatte außerdem 33 erste Plätze vorzuweisen und vier neue kommen jetzt noch dazu, also sind es 37 Titel.“ 

Du hältst auch den Geschwindigkeits-Rekord für 500 Meter. Was für Winde haben da in Namibia geweht, damit du 82,91 km/h (44,7 Knoten) erreicht hast?
„Der Wind war nur 35 bis 40 Knoten stark – in besseren Wind- und Wasserbedingungen ist es möglich, um einiges schneller windzusurfen. Ich halte auch den Rekord für die nautische Meile mit 41,19 Knoten, das sind 76,28 km/h.“

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