25. Dez 2009, von Hans Harich
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Rebeaud: "Ein hartes Jahr!"

Der Schweizer Mat Rebaud braucht für seine mächtigen Sprünge keinen Führerschein und wäre er auf der Straße unterwegs, würde er ihn auch nicht lange behalten. Mit mm hat er über seinen verstorbenen Kollegen Jeremy Lusk und die Entwicklung des FMX gesprochen.

2010 läuft der nächste FMX-Großangriff von Mr. Mat Rebeaud.


Hier entang zum Video-Profil von Mat Rebaud - just push the button!

massivemoves.com: Heuer ist die Saison nicht ganz nach Wunsch gelaufen. Ist es vielleicht normal, dass es nach 2008, wo du jeden Freestyle Motocross Contest gewonnen hast, nicht ganz so perfekt laufen kann?
Mat Rebeaud:
„Letztes Jahr war einfach perfekt. Ich habe die Red Bull X-Fighters Serie gewonnen und war auch bei den X-Games ganz erfolgreich. Heuer war es nicht ganz so optimal und ich habe keine 100 Prozent perfekten Lauf hingebracht. Das macht mich aber für die nächsten Saison wieder hungrig und ist auch gut so. Ich möchte während des Winters hart trainieren, damit ich in der nächsten Saison wieder voll da bin und um den Sieg mitfahren kann. Das Positive an dieser Saison ist aber sicher, dass ich keinen schweren Sturz hatte“

2009 war gekennzeichnet durch schwere Stürze, vor allem durch den tragischen Unfall von deinem Freund Jeremy Lusk. Wie haben sie dein Fahren beeinflusst?
„Der Tod von Jeremy hat mir und auch den anderen Rider über einen weiten Teil der Saison schwer zu schaffen gemacht. Es war ein hartes Jahr für uns Fahrer. Natürlich kennen wir die Risiken, die mit unserem Sport einhergehen, aber wir sind Profis und wissen was wir tun. Jeder steigt ins Auto und fährt auf die Autobahn, obwohl er weiß, dass auch dort Menschen sterben. Nach einiger Zeit habe ich aber begonnen mir die schöne Zeit auf meinem Bike in Erinnerung zu rufen. Aber Jeremy wird nie vergessen sein.“

Wo wirst du die Wintermonate verbringen, wenn in der Schweiz Schnee liegt und es damit keine Möglichkeit zum Trainieren gibt?
„Ich werde wie in jedem Jahr nach Kalifornien fahren, um in der Wüste und auf den diversen Rennstrecken Gas zu geben. Bevor es aber im Jänner in die USA geht, nehme ich mir den gesamten Dezember frei, um einem Burn Out vorzubeugen. Das will ich unbedingt vermeiden, denn wenn man so viel unterwegs ist, besteht einfach die Gefahr auszubrennen.“

Wo in der Schweiz hast du Möglichkeiten fürs Training?
„Ich habe eine eigene Strecke, die zwar nicht sehr groß ist, aber dennoch alles für eine gute Vorbereitung auf die Wettkämpfe bietet. Ich bekomme von Red Bull auch eine neue Schnitzelgrube, die das Erlernen von neuen Tricks vereinfacht.“

Wieviel Zeit verbringst du eigentlich in deiner Heimat?
„Das ist schwer zu sagen, da ich keinen wirklichen Plan habe und sage, ich bleibe zwei Monate in der Schweiz. Ich folge eher dem Wetter und bin dort zu finden, wo die Freestyle Motocross Bedingungen am Besten sind.“

Wie sieht ein ganz normaler Trainingstag im Leben von Mat Rebeaud aus?
„Ich habe keinen großen Plan, aber normalerweise checke ich in der Früh meine Mails und erledige einige Arbeit am Computer. Danach geht es so gegen 14 Uhr zum Training, Ende ist um ca. 17 Uhr. Etwas später gehe ich ins Fitnessstudio. Am Abend wird noch etwas relaxt und dann geht es auch schon wieder ins Bett (lacht).“

Nur auf der Straße selbst bist du nicht auf dem Bike zu finden. Warum hast du nie einen Motorradführerschein gemacht?
„Ich verbringe so viel Zeit auf den Bikes, dass ich nicht auch noch auf der öffentlichen Straße damit unterwegs sein muss. Aber der eigentliche Grund ist der, dass ich den Führerschein nicht lange behalten würde, wenn ich vielleicht den einen oder anderen Trick mache (lacht). Und dieses Risiko will ich nicht eingehen.“

Auf Seite zwei geht's weiter!

Photofolio: Mat Rebeaud

 
 
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