Mat Rebeaud im Interview
Mat Rebeaud aus der Schweiz ist eine fixe Größe in der FMX-Welt. Der sympathische Swatch ProTeam Fahrer ist massivemoves.com Rede und Antwort gestanden, hier erfahrt ihr mehr über den 28-Jährigen. 

Mat Rebeaud behält in jeder Situation die Kontrolle!
massivemoves.com: Wie bist du zum FMX gekommen? Wolltest du schon als Kind FMX-Pro werden?
Mat Rebeaud: "Ich begann meine Karriere als Race-Motocrosser und startete als Pro in den Motocross Grand Prix. Tricks und Jumps machten mir aber immer schon Spaß und eines Tages wechselte ich zu den FMXern, nun mache ich das seit ein paar Jahren fulltime."
Hast du Tipps für unsere Leser wie man FMX-Pro wird? Wie sollte man beginnen?
"Es ist sehr wichtig ein kompletter Fahrer zu werden, das heißt das Bike in jeder Lage unter Kontrolle zu haben. Nur Rampen zu springen ist nicht der richtige Weg."
Wer waren damals deine Idole und bewunderst du heute noch andere Fahrer?
"Es gibt einige Fahrer die ich sehr respektiere, gegen manche muss ich mich auch Wettkampf für Wettkampf beweisen. Auch Racer wie Jeremy McGrath und Stefan Everts bewundere ich."
Du bist aus der Schweiz, verbringst aber viel Zeit in Kalifornien. Was ist der Unterschied zwischen der europäischen und der amerikanischen Szene?
"Das gute an Kalifornien ist, dass auch im Winter das Wetter gut ist und ich mich sehr gut auf die Saison vorbereiten kann. Die zwei Szenen sind sehr verschieden, da es in Europa weit weniger professionelle Fahrer gibt. Kalifornien ist das Epizentrum des FMX-Sports, hier gibt es sehr viele Athleten die miteinander trainieren."
Wie hast du dich auf die Saison vorbereitet, was machst du, wenn du nicht auf deinem Bike sitzt?
"Ich habe dieses Jahr begonnen professionell mit einem Coach zusammen zu arbeiten und es hat mich konditionell und auch psychisch stärker gemacht. In Kalifornien sitze ich einfach sehr viel auf meinem Bike."
Anfang 2010 hast du dir den Arm gebrochen und die Lunge gequetscht, wie sah die Reha aus und bist du schon wieder zur Gänze einsatzbereit?
"Ich habe mich im März verletzt und war durch harte und disziplinierte Arbeit im Juni zurück auf meinem Bike. Ich werde mit der Zeit immer sicherer und werde nächstes Jahr wieder 100 prozentig fit sein."
Der Level wird jedes Jahr höher, woran arbeitest du im Moment und hast du einen Lieblingstrick?
"Im Moment ist noch alles top secret, ich will noch nichts verraten, aber wenn alles gut geht, werde ich einige Menschen zum Staunen bringen.
Lieblingstrick? Schwer zu sagen, da sich das jede Woche ändert."
Wo ist der beste Platz um zu trainieren?
"Ich mag die Einsamkeit und den Frieden auf meinem Kurs in der Schweiz, wo ich auch ein Foam-Pit habe. Außerdem gibt es mir eine gewisse Ausgeglichenheit zu Hause zu sein."
Was geht dir durch den Kopf, wenn du kopfüber durch die Luft fliegst?
"Das Gefühl so schwerelos durch die Luft zu fliegen ist sehr speziell, trotzdem musst du zu jeder Zeit fokussiert und konzentriert sein, um keine Fehler zu machen."
Hast du Angst?
"Es wäre dumm keine Angst zu haben, die Angst zu überwinden ist die eigentliche Leistung."
Wie bereitest du dich auf die Contests vor, gibt es Rituale die du durchmachst?
"Ich checke immer ob mein Tank auch voll ist, denn mir ist einmal während eines Wettkampfes der Benzin ausgegangen. Das war mies!"
Welches Bike fährst du im Moment und hast du viel daran geändert?
"Ich fahre eine 2011 KTM 250SX und ich habe einiges daran geändert um die optimalen Einstellungen für mich zu haben. Die Dämpfung habe ich umgestellt, am Lenker habe ich Flip Levers angebracht um das Bike in der Luft perfekt unter Kontrolle zu haben. Außerdem habe ich einen anderen Auspuff angebracht und in den Sitz Grab Holes geschnitten."
Wer ist dein bester Freund auf der Red Bull X-Fighters Tour und wer ist dein größter Konkurrent? Wie ist im Allgemeinen die Beziehung zwischen den X-Fighters, ist das Zusammensein eher freundschaftlich oder steht die Rivalität im Vordergrund?
"FMX verbindet uns alle, weil wir wissen, was es braucht um in diesem Sport erfolgreich zu sein, aber am Ende des Tages zählt der Sieg und man möchte natürlich immer ganz oben am Treppchen stehen. Levi Sherwood ist einer meiner besten Freunde, er hat mich dieses Jahr in der Schweiz besucht und wir sind einen Monat lang zusammen gefahren."
FMX-Fahrer sind bekannt als Partymonster, wie sieht das auf der Tour aus?
"Wir feiern öfters ungezügelt, weil man nach einem Event froh ist, es heil überstanden zu haben und sich dann einfach frei fühlt. Außerdem tut das Adrenalin auch Seiniges um eine gute Zeit zu haben."
Du hattest schon sehr viel Erfolg in deiner Karriere, was sind deine Pläne für die Zukunft?
"Ich denke es gibt noch einiges zu tun im FMX und dieser Sport ist meine absolute Leidenschaft. Ich hatte letztes Jahr jedoch die Chance im VW Cup in den USA mitzufahren und ich muss zugeben, dass ich auch eine sehr gute Zeit auf vier Rädern hatte und ich das sicher in der Zukunft öfter machen werde."
Danke für das Interview, viel Glück für die neue Saison!
Mat Rebeaud
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