Martin Söderström Interview
Der junge Schwede Martin Söderström hatte 2009 eine extrem erfolgreiche Saison, 2010 greift er nacht der FMB-World-Tour-Krone. Erfahr alles über sein Training, Uppsala und wer er gerne sein würde. 

Swedish Dynamite - Martin Söderström
massivemoves.com: Die letzte Saison war sehr erfolgreich für dich, gib uns eine kleine Zusammenfassung.
Martin Söderström: „Yeah, 2009 war ein großartiges Jahr für mich. Ich habe an 15 internationalen and nationalen Wettkämpfen teilgenommen, stand bei 14 am Podium und konnte elf gewinnen.“
Mit so einer beeindruckenden Bilanz und der neu etablierten FMB-Tour, fühlst du dich von der Konkurrenz gejagt? Wie bereitest du dich auf die Contests vor?
„Eigentlich verspüre ich gar keinen Druck, die Situation, nun ein eigenes Worldranking zu haben, motiviert mich noch stärker. Für die einzelnen Wettkämpfe bereite ich mich nicht speziell vor, ich mache einfach immer das Selbe – Spaß haben!“
Wie hat deine Winterpause ausgesehen, hast du speziell trainiert? Was machst du, wenn du nicht im Sattel deines Bikes sitzt?
„Trainingsmäßig war dieser Winter ein Desaster. Nachdem ich ein Jahr in einem Gymnasium mit radsportlichem Schwerpunkt eingeschrieben war, bin ich nun wieder zurück in meine Heimatstadt Uppsala gezogen, doch die Möglichkeiten, dort zu trainieren, sind extrem begrenzt. So bin ich von September bis Januar nicht wirklich im Sattel gesessen. Es gab ein paar kleiner Skatepark-Sessions, doch bis Januar bin ich keinen einzigen Dirt-Jump gesprungen. Im Jänner bekam ich dann aber einer Anruf und die Chance, die „Man vs. Machine Webisodes” (siehe Feature auf massivemoves.com) zu machen, und das bedeutete zwei perfekte Wochen im sonnigen Kalifornien. Gleich nach meiner Rückkehr packte ich meinen Stuff und flog mit schwedischen Freunden nach Malaga, um ein paar Trail-Sessions unterzubringen. Nach diesen intensiven Wochen fühlte ich mich wieder extrem wohl auf meinem Bike und war ready für die Saison 2010.“
Um die Tour und deinen Lifestyle zu verfolgen, reist du sehr viel. Was ist das wichtigste „on the road“? Hast du irgendwelche speziellen „travel-mates“?
„Nach einer längeren Zeit zu Hause ist es immer eine große Überwindung, den Fuß wieder vor die Tür zu setzen, aber man gewöhnt sich immer wieder sehr schnell daran und merkt, dass es den Aufwand wert ist. Das Wichtigste ist es, ein gutes „Travel-Team“ zu haben und im Moment ist das der Fall. Wir sind eine ziemlich entspannte Gruppe von Freunden, die alle bei den Contests teilnehmen, und es wird daher nie langweilig. Natürlich reise ich auch sehr gerne mit meinen schwedischen Freunden, John und Linus, die auch immer wieder bei den verschiedensten Contests teilnehmen.“
Du siehst sehr viele verschiedene Orte, wenn du reist. Hast du eine Lieblingsstadt, einen Lieblingsspot oder was war das Beeindruckendste, das du gesehen hast?
„Ich muss sagen, dass mich jeder neue Ort beeindruckt, doch meine absoluten Favoriten sind: Whistler, USA – die Möglichkeiten dort sind unendlich und das Dorf kann sich sehen lassen. Malaga, weil die Atmosphäre dort so relaxed ist und die Trails sind die besten der Welt und natürlich das ‚schwedische Whistler’, Are Bikepark, wo ich immer eine gute Zeit habe.“
Zusammengefasst, was ist das Beste und was das Schlechteste, wenn man Bike-Pro ist?
„Ich würde sagen, dass der komische Mix aus Beidem das Interessante daran ist. Auf der einen Seite ist es das Reisen zu den besten Spots ohne sich Gedanken über einen ‚echten’ Job machen zu müssen, auf der anderen Seite ist es genau die Zeit, die man gerne mit Freunden und Familie verbringen würde.“
Was macht einen guten Freestyle-Mountainbiker aus?
„Das Wichtigste ist, dass man ein kompletter Fahrer ist. Wenn man sich nur auf eine Sparte versteift und zum Beispiel Tricks immer nur über den gleichen Jump übt, dann wird man bei den technisch extrem hochwertigen Kursen, wie es zum Bespiel auf der Tour der Fall ist, Probleme bekommen. Das Können sollte einfach viele verschiedene Facetten, auch BMX- und Trail-Skills, aufweisen.“
Was würdest du machen, wenn du nicht Bike-Pro wärst?
„Irgendeine Art von Design könnte ich mir vorstellen.“
Martin Söderström
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