30. Jul 2008, Barbara Mayer

"Ich liebe die X-Games noch immer, genauso wie ich mein Bike liebe."

Zwei geschwollene Bandscheiben, einen gerissenen Gesäßmuskel und eine Gehirnerschütterung hat Kevin Robinson auf sich genommen, um seinen Traumtrick zu stehen: Den Double Flair. Mit mm spricht er über Verletzungen, die X-Games und vieles mehr...
massivemoves.com: Bei der Dew Tour in San Jose bist du deinen zweiten Double Flair gestanden. Wie lange hast du gebraucht, um diesen Trick zu sticken und wie hast du dich nachher gefühlt?
Kevin Robinson: "Ich habe drei Jahre gebraucht, um diesen Trick zum ersten Mal zu stehen. Damit einhergegangen sind zwei geschwollene Bandscheiben, ein gerissener Gesäßmuskel und eine Gehirnerschütterung. Der Double Flair war aber schon immer mein Traumtrick, also war es einfach unglaublich, ihn vor so vielen Menschen zu sticken! Wenn du etwas einmal schaffst, wird es mit jedem Versuch einfacher."
Hast du einen speziellen Trick für die X-Games vorbereitet?
"Dieses Jahr habe ich wirklich nur versucht, dranzubleiben. Ich arbeite immer an neuen Dingen. Wenn ich mich bei den X-Games gut fühle, dann lass ich den neuen Stuff einfach laufen."
Was ist dir durch den Kopf gegangen, als du beim Red Bull Experiment 16,5 Meter in der Luft warst?
"Eine Menge: Ist meine Position richtig? Bin ich hoch genug? Hab ich mich zu viel hineingelegt? Werde ich das hier landen oder soll ich mich auf einen Crash vorbereiten?"
Du hast sechs Versuche gabraucht, um den Rekord im Highest Air zu brechen. Gibst du jemals auf?
"Wenn ich mich einmal einer Sache verschreibe, gibt’s kein Zurück bis ich erreiche, was ich mir vorgenommen habe. Oder bis mir etwas passiert und ich nicht weitermachen kann. Meine Grenzen sind da, wo ich sie setze."
Welche anderen Stunts hast du für die nächsten Monate geplant?
"Ich plane so etwas eigentlich nicht, ich mache das nach Gefühl. Wenn sich etwas richtig anfühlt, probiere ich es einfach."
Du bist einer der wenigen Athleten, der bei allen X-Games dabei war. Bist du noch immer gestoked oder ist es mittlerweile ein Job wie jeder andere?
"Auf keinen Fall! Ich liebe die X-Games noch immer, genauso wie ich mein Bike liebe. Prioritäten ändern sich ein bisschen, wenn man Kinder hat, aber auf eine großartige Art und Weise. Ich versuche einfach, Spaß zu haben und die Wettkampf-Seite nicht zu ernst zu nehmen. Im Endeffekt fahren wir ja alle nur Rad."