20. Jun 2011, von red.
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26Trix 2011

Das Wetter vergangenes Wochenende war unberechenbar und zeigte einen Hang zum Extremen. Während sich urbane Elektroliebhaber zehn Stunden ohne Pause in einer riesigen Halle die Ohren zudröhnen ließen, um den sintflutartigen Regenfällen zu entkommen, war die Flucht vor den Unwettern beim 26Trix im Bikepark Leogang schon schwieriger. Pünktlich zum Finale machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung, auch wenn der neu designte und verbesserte Kurs dem Regen verhältnismäßig gut standhielt. Aus Sicherheitsgründen wurde das Finale abgesagt, daher zählten am Ende die Ergebnisse aus dem Qualifying. Trotzdem tobten sich die Fahrer am Samstag aus: bei einem spontanen Best Trick Contest.

Brandon Semenuk in Action und das Siegerpodium bestehend aus Sam Pilgrim, Brandon Semenuk und Andreu Lacondeguy (v.l.).

Wegen der schlechten Wettervorhersage waren die Fahrer auf eine möglichen Absage des Finales vorbereitet und gaben im Qualifying bereits richtig Gas. Und tatsächlich war der Kurs über Nacht extrem aufgeweicht, sodass er zum Finale am Samstag nicht mehr sicher befahrbar war, ohne schwere Stürze zu riskieren.

Der Kanadier Brandon Semenuk überzeugte die Judges im Qualifying und machte eine Punktlandung auf den ersten Platz. Es war sein zweiter Lauf, der ihn ganz nach oben katapultierte und in den er mit einem Backflip Tailwhip einstieg. Darauf folgte ein 360 Truckdriver, danach ein Backflip X-Up Onefoot und ein sicker Double Tailwhip, gefolgt von einem Tuck No Hand und einem Frontflip am letzten Sender. Den ersten Platz belegte dank einem beeindruckenden 360 Backflip auch beim Best Trick Contest, der anstelle des Finales am Samstag abgehalten wurde.

Direkt sein erster Lauf im Qualifying verschaffte Andreu Lacondeguy (ESP) den zweiten Platz. Er stieg stark ein mit einem Backflip Tailwhip, auf den er einen 360 und einen Backflip folgen ließ. Danach begeisterte er Judges wie auch Zuschauer mit einem seiner typischen supergestreckten Supermans und ein Tailwhip gefolgt von einem 360 Tailwhip brachten ihm dann die nötigen Punkte für den zweiten Platz ein.

Auf den dritten Platz kam auch Sam Pilgrim (GBR) mit seinem ersten Lauf im Qualifying. Als ersten Trick zeigte er einen Backflip Tuck No Hand, worauf er einen 360 X-Up und Backflip X-Up One Foot folgen ließ. Nach einem extrem stylischen 360 Tabletop beendete er seinen Run mit einem Backflip und einem 360 Tailwhip.

Zu nennen ist auf jeden Fall auch der Lauf von Martin Söderström (SWE), der in der anspruchsvollen Airtime Line mit einem 360 Double Tailwhip für besonderes Aufsehen sorgte. Er legte eine Aneinanderreihung von Tricks hin, die ihm sicherlich den Sieg eingebracht hätten, wenn er nicht nach einem Backflip Tailwhip mit dem Fuß auf dem Boden aufgekommen wäre und dafür einen ordentlichen Punkteabzug kassiert hätte. Wie auch die anderen Fahrer, äußerte er sich begeistert über den neuen Kurs, der für den diesjährigen Contest komplett überarbeitet wurde: „Der Kurs macht auf jeden Fall mehr Spaß als im letzten Jahr. Die Landungen sind mit Erde aufgeschüttet und fangen Stürze viel besser ab. Zusätzlich ist er viel schneller geworden, sodass man ordentlich Speed für krasse Tricks aufbauen kann. Insgesamt ist er dieses Jahr einfach flowiger und fühlt sich richtig gut an.“

Vor heimischem Publikum wurde Niki Leitner (AUT) natürlich besonders angefeuert – er konnte sich mit einem achten Platz in diesem weltklasse Fahrerfeld behaupten. Auch Louis Reboul (FRA) und Florian Berghammer (GER) beeindruckten mit ihrer Leistung, denn sie waren die einzigen, die einen Durchmarsch aus dem Pre-Qualifying bis ins Finale hinlegen konnten.

Das finale Ranking des 26Trix 2011:
1. Brandon Semenuk (CAN)
2. Andreu Lacondeguy (ESP)
3. Sam Pilgrim (GBR)
4. Mehdi Gani (FRA)
5. Martin Söderström (SWE)
6. Lance McDermott (GBR)
7. Yannick Granieri (FRA)
8. Niki Leitner (AUT)
9. Amir Kabbani (GER)
10. Linus Sjöholm (SWE)
11. Cameron McCaul (USA)
12. Sam Reynolds (GBR)
13. Cameron Zink (USA)
14. Florian Berghammer (GER)
15. Mitch Chubey (CAN)
16. Louis Reboul (FRA)

Nähere Informationen sind auf der Homepage des Out of Bounds Festival zu finden: www.outofbounds.at.

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