Blenkinsop schafft Sensation
Die Entscheidungen sind gefallen: Beim Saisonfinale der Downhiller lässt Rachel Atherton ihre Konkurrenz einmal mehr alt aussehen, bei den Herren feiert Sam Blenkinsop einen überraschenden Sieg. 

Nicht weniger als 13 Sekunden nimmt Atherton der Zweitplazierten ab.
Die erste große Schrecksekunde erleben die Zuschauer knapp zwei Stunden vor dem Start. Ein Fotograf lehnt sich zu weit in die Strecke hinein und wird von einem Fahrer „abgeschossen“. Der Mann muss mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus geflogen werden. Gute Besserung an dieser Stelle!
Im großen Downhill-Finale der Damen deklassiert die Britin Rachel Atherton einmal mehr die Konkurrenz. Die amtierende Weltmeisterin und WC-Gesamtsiegerin nimmt ihren Kolleginnen auf der rund fünf Minuten „langen“ Strecke 13 (!!) Sekunden ab. Schon mit freiem Auge ist die Extraklasse von Atherton leicht zu erkennen.
Die beiden österreichischen Downhill-Asse Petra Bernhard und Anita Molcik landen am Ende auf den Plätzen acht und elf. „Der Regen hat die Strecke wirklich schwer gemacht, vor allem die Wurzelpassage im mittleren Teil der Strecke ist sehr hart zu fahren“, erklärt Molcik.
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Dramatik pur
Bei den Herren überschlagen sich die Ereignisse, als sich die besten fünf aus der Qualifikation den Hang hinunter stürzen. Zunächst übernimmt der Engländer Steve Peat die Führung, er verbessert die bisher gültige Bestzeit um stolze 4,35 Sekunden.
Lange durfte sich Peat aber nicht über seine Führung freuen, denn niemand Geringerer als der dreifache Schladming-Sieger Sam Hill tritt als nächster in die Pedale. Der Australier riskiert alles, kommt zweimal fast zu Sturz und verbessert am Ende die Bestmarke noch einmal um 1,40 Sekunden.
Gee Atherton kommt als nächster an die Reihe. Der Brite, dessen Schwester den Damenbewerb so klar dominierte, bleibt nur knapp hinter Hill (+0,56 Sekunden).
Die Letzten werden die Ersten sein
Einzig der Youngster Sam Blenkinsop kann jetzt noch den vierten Sieg von Hill in Schladming verhindern. Der Neuseeländer fährt wie auf Schienen und drückt die Bestmarke von Hill noch einmal um 1,64 Sekunden. Der 20-jährige Yeti-Rider holt somit ausgerechnet beim WC-Finale in Schladming seinen ersten Sieg auf der Tour.
„Ich kann es gar nicht glauben, dass ich Sam Hill hier wirklich geschlagen habe. Dabei hatte ich einen schlechten Start, aber die Strecke hier liegt mir einfach. Ich bin natürlich überglücklich“, erklärt Blenkinsop im Gespräch mit mm.
Bester Österreicher wird Boris Tetzlaff. Der Niederösterreicher belegt in der Endabrechnung den 16. Rang.
Moutainbike WC-Finale Schladming
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